Dienstag, 5. Januar 2016

Es ist zu viel verlangt

Ein Leben ohne Schmerz - das ist zu viel verlangt,
es ist falsch, ein Leben ohne Schmerz zu erwarten.
Denn Schmerz ist der Verteidiger des Körpers,
auch wenn wir ihn nicht mögen.
Niemand mag Schmerz,
Schmerz ist wichtig,
und
wir sollten dem Schmerz dankbar sein!


Er lehrt uns,
die Hand aus dem Feuer zu halten,
den Finger fern des Messers schneide,
den Fuß neben die Dornen zu setzen.
Schmerz ist wichtig,
wir sollten ihm dankbar sein.


Dennoch
gibt es einen Schmerz, der keinem Zweck dient,
der chronische Schmerz,
jene Elitetruppe des Schmerzes, der Verteidigung nicht dienlich,
jene angreifende Macht,
die von innen zuschlägt,
das persönliche Glück zerstört,
persönliche Fähigkeiten mindert,
ein brutaler Eindringling,
der den inneren Frieden vernichtet
und
unaufhörlich Störmanöver fährt!


Chronischer Schmerz, die schwerste Hürde für den Geist,
scheint manchmal unüberwindbar.
Doch wir nehmen Anlauf.
Und noch einen Anlauf.
Und versuchen es weiter,
weil sonst nur Zerstörung bleibt.


Aus diesem Kampf erwächst etwas Gutes,
die Zufriedenheit, den Schmerz überwunden,
Freude und Frieden gefunden zu haben
in einem Leben voller Widrigkeiten.
Das ist eine Leistung,
eine sehr spezielle, sehr persönliche Leistung,
ein Gefühl der Stärke,
der inneren Stärke,
bekannt nur dem, der diese erfuhr.


Deshalb müssen wir allen Schmerz akzeptieren,
manchmal sogar zerstörerischen Schmerz.
Denn er ist Teil des großen Plans,
und der Geist kann mit ihm umgehen.
Der Geist, den diese Lektion stärkt.

( JONATHAN WILSON-FULLER )

Freitag, 1. Januar 2016

Weihnachten & der Jahreswechsel

Sicherlich fragt man sich vorher tausend mal, wie soll ich diese Tage nur überleben ohne mein geliebtes Baby. Er sollte doch dabei sein und sein erstes Weihnachten erleben. Und nun müssen wir ohne Ihn wieder durch diese, doch so schöne, Jahreszeit.

Weihnachten kam so schnell wie auch das letzte halbe Jahr an uns vorbei raste. Im Juni war ich noch im Krankenhaus und plötzlich war Dezember. Wo sind die Monate hin, fragte ich mich nicht allzu selten.

Wir wollten dieses Jahr Weihnachten mit allen zusammen bei uns zu Hause feiern. Auch wenn Matheo jetzt nicht bei uns war, wollten wir das ursprünglich geplante Weihnachten nicht absagen.

Und es war tatsächlich ganz schön. Es war ein Weihnachten das ganz neu für uns alle war. Beide Familien feierten zum ersten mal zusammen. Wir lachten viel und man spürte wie jeder einzelne die gemeinsame Zeit wertschätzte. Als wussten alle, das dies eines Tages vorbei sein wird und nach und nach immer ein Platz leerer wurde. Ohne Streit und ohne hitzige Gespräche ging einer der schönsten Abende in diesem Jahr zu Ende. Mit gutem Essen, leckeren Wein und tollen Menschen.

Aber schön reden kann man das dennoch nicht. Es war anders. Definitiv. Für uns alle. Denn es war ein Weihnachten ohne unser Kind. Ohne Enkelkind und ohne Neffe.



Für den Jahreswechsel haben wir uns nicht viel vorgenommen. Unser kleiner Fellnasen Bewohner brauchte bei der Böllerei Beistand und so konnten wir nicht allzu viel Unternehmen. Wir trafen uns zu Hause mit der Familie und aßen gemeinsam Fondue. Später saßen wir mit einem Glässchen Sekt auf der Couch und trösteten unsere zitternde Fellnase.



Unser Hund bringt uns momentan viel zum lachen auch wenn es manchmal nicht viel zu lachen gibt. Er Erinnert uns immer wieder an die wichtigen Dinge, nämlich nicht aufzugeben egal wie schwer der Weg erscheint.

Ich sitze oft weinend neben Sunny und frage ihn wie er es geschafft hat nie aufzugeben. Als Tierheim Hund der auch noch an eine Tierquälerin geraten ist und mehr Glück als Verstand hatte in seinem Leben wieder aufgetaucht zu sein. Er antwortet mir natürlich nicht aber er schaut mich mit seinen Treuen Augen an und bringt mich zum lachen. Er hat auch nie aufgegeben. Er würde "Terrier Like" immer kämpfen und niemals aufgeben.

Den Rutsch ins Jahr 2016 haben mein Mann und ich ziemlich neutral erlebt. Auch das ist anders dieses Jahr. Diese ganzen Erwartungen an das neue Jahr sind natürlich dennoch vorhanden. Wir wünschen uns, dass es wieder bergauf geht und nicht noch mehr Schicksalsschläge kommen. Das wir weiterhin so gut Zusammenhalten und füreinander da sind. Das wir beide gesund bleiben und wir zusammen alt werden dürfen. 




Einen ganz besonderen Dank gilt wieder meiner Melanie :-) Sie hat gestern Nacht für Matheo einen Gruß in den Himmel gesendet und denkt so oft an Ihn, dass mir ganz warm ums Herz wird. So viel Empathie von einem anderen Menschen habe ich noch nie erlebt und bin regelmäßig sprachlos und habe Freuden Tränen in den Augen.